Spex (DE) August 1999

Psykoscifipoppia ist ein Titel, in dem Flugzeugträger und Jumbojets spurlos versinken, ein Shibboleth, auf das sich alle hier vertretenen Musiker auch in den gräulichsten Morgenstunden am Eingang ihres Privatuniversums einigen könnten. Während Psycho als Präfix oder Abkürzung das Geistige/Seelische oder dessen Störung bedeutet, dient Science Fiction, hier auch als Sonic Fiction zu lesen, als Anknüpfungsstelle für den Pop und sein Utopia (hä?). Pop wird das vielleicht in zwei bis zwanzig Jahren sein (...) In ihrer Gesamtheit setzt sich diese exquisite Zusammenrottung, von Gagarin mit den Worten “ins manisch-hysterisch tendierend” etikettiert, dick und bräsig auf einen Acker, für dessen Bestellung in Großbritannien drei Leistungsträger wie Diskono, Rephlex und Noodles nötig wären. Es lebe der elektronische Anarchismus! Kaufen, verschenken, beglücken. Jetzt!

Lars Brinkmann
Spex 8/99